Verdient, verzockt, verdrängt – Habt ihr eure Finanzen im Griff?

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Zugegeben, das ist schon eine sehr persönliche Frage. Doch leider wird diesem Thema im täglichen Leben, bei der Erziehung und in der Bildung viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Ein Kind lernt den Umgang mit Geld in erster Linie von seinen Eltern. Doch was ist, wenn diese selbst nicht mit Geld umgehen können, sich verschulden oder jeden Monat von der Hand in den Mund leben und am Ende nie etwas übrig ist?
Als erwachsener Mensch wird ein Kind, dass in diesen finanziellen Verhältnissen aufgewachsen ist, kaum etwas anders machen. Woher soll man auch wissen, wie es besser geht? In der Schule oder Ausbildung ist finanzielle Bildung kein Thema. Zudem ist es in unserer Gesellschaft immer noch irgendwie unschicklich, über Geld zu reden. Man redet mit seinen Kollegen, Freunden und der Familie über ziemlich alles – außer über Geld. Wie soll man also erfahren, wie es richtig geht?

Wenn man also nicht gerade zufällig auf ein passendes Buch oder ein paar Artikel stößt, macht man immer so weiter, wie man es gewohnt ist und wundert sich jeden Monat aufs Neue, wieso der/die Kolleg/in oder die Freunde sich ein Eigenheim und jedes Jahr ein bis zwei Urlaube leisten können, während man am Ende des Monats noch nicht mal einen Euro übrig hat oder tief im Dispo festsitzt.
„Hach, wenn ich nur mehr verdienen würde, dann wäre alles besser.“ Das denkt sich unser junger Erwachsener dann und bestellt sich frustriert mal eben ein neues Smartphone – auf Ratenzahlung natürlich.

Das Problem ist, dass viele (oft unbewusst) über ihren Verhältnissen leben. Die Ausgaben sind nicht an das Einkommen angepasst bzw. zu knapp oder gar nicht kalkuliert. Das böse Erwachen kommt spätestens dann, wenn das Auto oder die Waschmaschine plötzlich den Geist aufgeben und man aus der Not heraus gezwungen ist, einen Kredit aufzunehmen, in Raten zu zahlen oder den Dispo zu nutzen.
So beginnt dann der immerwährende Teufelskreis. Die monatlichen Ausgaben werden immer höher, das Einkommen bleibt jedoch gleich. Nicht allzu selten kommt dann noch ein unerwarteter Jobverlust hinzu oder eine längere Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit. Schon sitzt man in der Schuldenfalle fest.

Laut einer Studie der Privatbank ING verfügen 31 Prozent (also fast jeder Dritte) der Deutschen über keinerlei finanzielle Rücklagen. Alle diese Menschen sind dazu verdammt, in der Schuldenfalle zu laden, wenn auch nur irgendeine unvorhergesehene finanzielle Ausgabe notwendig ist.
Im europäischen Vergleich gibt es übrigens nur ein Land in dem noch mehr Menschen über keinerlei Rücklagen verfügen – in Rumänien!

In einem weiteren Teil der Studie wurden die Menschen befragt, warum sie keine finanziellen Rücklagen haben. Als häufigster Grund wurde genannt:
“ Wir verdienen nicht genug Geld, um Rücklagen zu bilden.“ und Nr. 2 war „Wir geben manchmal unser Erspartes für Dinge aus, die nicht zum Grundbedarf gehören“ – im Klartext also, für unnötiges Zeug!

Hier ist der Link zu besagter Studie:
https://www.ing.de/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/deutsche-ohne-ersparnisse/

Eine Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes, die sich mit der privaten Überschuldung in Deutschland befasst, zeigt auf, worin die Gründe für das „Schulden machen“ liegen:

Platz 1: Arbeitslosigkeit
Platz 2: Trennung, Scheidung, Tod des Partners
Platz 3: Erkrankung, Sucht oder Unfall
Platz 4: Unwirtschaftliche Haushaltsführung

Die meisten Schulden werden dabei bei Banken in Form von Krediten und Dispokrediten (über 50%) und im Versandhandel (26%) gemacht.

Hier der Link zur Statistik:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/05/PD19_199_635.html?nn=206104

Die Verschuldungsgründe von Platz 1 bis 3 können jeden von uns treffen. Und genau deshalb muss sichergestellt sein, dass es finanzielle Rücklagen gibt, um eben keine Schulden machen zu müssen, sondern die schwierige Zeit mit seinen Ersparnissen überbrücken zu können.

Platz 4, die unwirtschaftliche Haushaltsführung, kann durchaus jeder beeinflussen und vermeiden, nämlich genau dadurch, dass er/sie sich mit seinen/ihren Finanzen auseinandersetzt und drei Dinge lernt:

  • wie man sich einen Überblick verschafft und behält
  • wie man sein Geld einteilt (budgetiert)
  • wie man spart und investiert

Die Themen finanzielle Bildung und gute finanzielle Verhaltensweisen sind in Zeiten des immer verfügbaren Online-Versandhandels bzw. der Möglichkeit innerhalb von Minuten online Geschäfte und Verträge abzuschließen immens wichtig. Das merkt man schon daran, dass viel Menschen das Gefühl haben, sie hätten ihre Finanzen weniger im Blick, wenn sie nicht mit Bargeld zahlen.
Dieser fehlende Überblick liegt jedoch einzig an veralteten Verhaltensweisen und zu wenig Informationen über die bestehenden Möglichkeiten.
Es ist heutzutage so leicht wie nie, seinen Kontostand im Auge zu behalten und seine Ausgaben zu analysieren, wenn man sein Verhalten an die modernen Gegebenheiten anpasst.

Das Thema persönliche Finanzen wird auf CHECK IT! ein sehr wichtiges sein. Ich möchte euch dazu ermutigen, euren Finanzen unerschrocken ins Auge zu blicken und euch mit ihnen zu befassen.
Ihr werdet es kaum glauben, aber Finanzplanung kann sogar Spaß machen. Das hätte mein früheres, verschwenderisches und blauäugiges Ich sicher auch nicht geglaubt, aber inzwischen ist es so. Ich habe mich meiner chaotischen finanziellen Situation vor einigen Jahren stellen müssen. Ich hatte den Wunsch, ohne Sorge vor plötzlichen Ausgaben leben zu können und mir trotzdem schöne Dinge leisten zu können UND dazu noch fürs Alter vorzusorgen. Das alles habe ich geschafft und ich werde euch auch verraten, wie ich das gemacht habe. Sehr bald – an dieser Stelle.

Bis dahin möchte ich euch nochmals ermutigen, falls ihr in einer schwierigen finanziellen Situation seid, nicht länger zu warten und euch dem Problem zu stellen. Wenn es ganz schlimm ist, geht zu einer Schuldnerberatung und lasst euch helfen.
Wenn ihr aber noch nicht ÜBERschuldet seid (eure Miete, Fixkosten und Raten also immer pünktlich zahlen könnt) und sogar mit eurem Geld bis ans Ende des Monats kommt, nur eben kein gutes Gefühl im Umgang mit Geld, zu wenig Rücklagen und Sicherheiten habt und nicht wisst, wie ihr euch eure Wünsche erfüllen könnt, dann wartet gespannt darauf, was ich noch für euch bereithalte.

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