Operation stressfrei leben: Akzeptiere, was Du nicht ändern kannst – konzentriere Dich auf das, was Du beeinflussen kannst

Wir werden täglich mit Situationen, Menschen oder Tatsachen konfrontiert, die wir so hinnehmen müssen, wie sie sind. Manche dieser Dinge können recht ärgerlich sein und uns aufregen oder uns bis in die Nachtruhe hinein beschäftigen.
Oftmals bemerken wir gar nicht, dass wir uns über etwas ärgern oder uns ständig mit etwas beschäftigen, auf das wir gar keinen Einfluss haben. Leider raubt uns genau das viel Energie und Zeit und führt dadurch zu Stress.

Häufig findet man solche Situationen im beruflichen Umfeld. Man ärgert sich über zu hohe Arbeitsbelastung und zu schlechte Bezahlung oder über unzuverlässige Kollegen, nörgelige Kunden und cholerische Chefs.
Sicher hat das jeder von uns schon auf die ein oder andere Art kennengelernt. Doch manche Menschen scheinen damit besser klarzukommen als andere. Das sind diejenigen, die akzeptiert haben, dass sie etwas nicht ändern können und sich nicht mehr damit belasten.

Diese Einstellung hat nichts mit Gleichgültigkeit zu tun. Wenn man akzeptiert hat, dass man auf etwas keinen Einfluss hat, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Es bedeutet keineswegs, dass wir die Situation gutheißen oder aufgeben – es heißt nur, dass wir uns nicht mehr negativ davon beeinflussen lassen werden.
Die Entscheidung, etwas zu akzeptieren, beinhaltet auch immer, dass man seinen Fokus wieder auf die Dinge lenkt, die man sehr wohl beeinflussen kann.

Wenn ihr merkt, dass euch etwas ärgert oder ihr immer wieder über etwas nachgrübelt, was euch stört, dann wird es Zeit für einen kurzen Tatsachen-Check. Stellt euch doch mal folgende Fragen:

  • Was genau stört mich an der Situation (der Person oder den Umständen)?
  • Bin ich sicher, dass es auch genau so ist (ist wirklich alles wahr, was ich annehme oder könnte es auch anders sein)?
  • Wie beeinflusst mich die Situation (die Person oder die Umstände) -was genau löst sie bei mir aus?
  • Wenn ich könnte – was genau würde ich ändern, damit die Situation (die Person oder die Umstände) für mich angenehmer wird?
  • Habe ich eine Möglichkeit, die von mir gewünschten Änderungen einzubringen oder jemandem vorzuschlagen?
  • Habe ich bereits einen Versuch unternommen, die Änderungen durchzusetzen? Wenn ja, woran ist er gescheitert?
  • Gibt es noch Alternativen vor denen ich mich bislang gescheut habe (Jobwechsel, Abteilungswechsel, Trennung etc)?
  • Kann ich an der Situation (der Person oder den Umständen) überhaupt etwas ändern oder würde das meine Möglichkeiten übersteigen oder einen unzumutbaren Kraft- und Zeitaufwand bedeuten?
  • Gibt es auch etwas Gutes/Positives an der Situation?
  • Was kann ich aus der Situation lernen?

Oft dauert es eine Weile bis uns bewusst wird, dass wir uns über Dinge grämen, auf die wir keinen Einfluss haben. In einem Fall, ist die Sache jedoch glasklar und diesen kann jeder sofort in Angriff nehmen.
Es geht um Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind.
Wir können sie nicht mehr ändern – wir können aber aus ihnen lernen und wir können lernen, die aus ihnen resultierenden negativen Gefühle zu überwinden.

Zunächst kann und sollte man sich eingestehen, dass die Dinge die passiert sind oder die Situation in der wir uns gerade befinden, nunmal schlecht, miserabel, zum kotzen oder was auch immer ist bzw. waren.
Man muss sich klar machen, welche Gefühle damit verbunden sind: Angst, Wut, Trauer, Verzweiflung… Es ist wichtig, genau zu wissen, welche Gefühle durch diese Ereignisse, Situationen oder Menschen bei uns ausgelöst werden.

Und dann übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Leben.

Wenn wir wollen, dass diese Dinge und die negativen Gefühle uns nicht mehr belasten, uns die Energie und die Lebensfreude rauben, dann entscheiden wir uns bewusst dafür, ab sofort anders darauf zu reagieren, denn genau das ist die Macht, die wir haben. Wir können selbst entscheiden, wie wir auf ein Ereignis reagieren.

Natürlich kann man das nicht von heute auf morgen umstellen. Es ist ein Prozess des Lernens und Trainierens aber es zeigen sich schnell Erfolge.

Es gibt ein paar Tricks, wie man sich diese Umstellung leichter machen kann. Zunächst ist es hilfreich, wenn man bereit ist, ein paar ganz grundlegende Dinge zu akzeptieren:

  • Die Dinge laufen nicht immer so, wie wir es gerne hätten.
  • Die Welt ist nicht gerecht.
  • Andere Menschen verhalten sich nicht immer so, wie wir es erwarten.
  • Man selbst macht nicht immer alles richtig.
  • Etwas zu akzeptieren bedeutet weder versagen noch gutheißen – es ist neutral.

Im Umgang mit anderen Menschen ist es hilfreich wenn man lernt, nicht alles persönlich zu nehmen. Die unfreundliche Bedienung, der desinteressierte Gesprächspartner, die genervte Kollegin – sie alle sind Menschen mit eigenem Gefühlsleben, eigenem Leben und eben auch ihren eigenen Launen. In den seltensten Fällen haben die Launen anderer Menschen etwas mit uns selbst zu tun, sondern lediglich mit der Stimmung des anderen.

  • Die Launen anderer Menschen sind nicht euer Problem.

Das alles habt ihr bestimmt schon hier und da in der einen oder anderen Art und Weise gehört. Das hat auch seinen Grund, denn es ist absolut wahr und hat schon vielen Menschen geholfen aus ihrer verfahrenen Lebenssituation heraus zu kommen. Wenn wir uns im Leben weiterbewegen, entwickeln und wachsen wollen, dann müssen wir lernen, Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können und dann unseren Weg fortzusetzen.

Auch mir fällt das nicht leicht und es gibt immer wieder Situationen, in denen ich mir bewusst machen muss, dass ich mich gerade völlig umsonst aufrege. Aber auch das ist schon ein wichtiger Schritt – sich dessen bewusst zu werden.

Wir sollten lieber das Morgen erfinden, statt darüber zu grübeln, was gestern passiert ist.

Steve Jobs

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