Meine Meinung zu – „Magic Cleaning“ von Marie Kondo

Spätestens seit 2012 ist der Name Marie Kondo oder auch ihre Aufräummethode „KonMari“ in der ganzen Welt bekannt. In diesem Jahr erschien ihr erstes Buch „Magic Cleaning“. Seit 2013 ist es auch auf Deutsch erhältlich. Und auch heute steht es immer noch auf Platz 2 der Amazon-Rangliste im Themenbereich „Haushalt“.

Da ich mich selbst schon länger mit dem Thema effektive Haushaltsführung beschäftige, hatte ich das Buch auch bereits vor einigen Jahren gelesen. Die Kernpunkte sind mir in Erinnerung geblieben und auch die Tatsache, dass ich ein paar der Anweisungen für mich nicht übernehmen konnte und wollte, weil sie für meine persönliche Situation einfach unpraktisch waren. 

Außerdem blieb in mir das Gefühl zurück, dass die Ansichten von Marie Kondo über die Art des Aufräumens und der Art wie man mit Gegenständen umgeht nicht ganz kompatibel sind mit der in der westlichen Welt vorherrschenden Beziehung zu unbelebten Dingen. 

Für all jene, die sich noch nicht mit der „KonMari“-Methode beschäftigt haben und vielleicht sogar überlegen, die Wohnung oder das Haus mal so richtig auf Vordermann zu bringen, möchte ich den Inhalt des Buches einmal genauer unter die Lupe nehmen. Dazu habe ich es natürlich ein weiteres Mal gelesen. Entscheiden Sie am Ende selbst, ob sie das Buch lesen und ob sie die darin beschriebenen Methoden für sich anwenden wollen.

Aufräumen – nicht Putzen!

Zuerst muss ich klarstellen, dass das, was Marie Kondo unter „Aufräumen“ versteht hierzulande eher „Ausmisten“ oder „Entrümpeln“ genannt wird. Das eigentliche Aufräumen kommt danach. Marie Kondo fasst das jedoch alles unter einem Begriff zusammen. 

Außerdem geht es in diesem Buch definitiv nur um Strategien bzw. die spezielle Methode des Ausmistens und anschließenden Aufräumens. Vom Putzen – also dem regelmäßigen Reinigen des Haushalts ist höchstens beiläufig die Rede.

Die Ursache von Unordnung

Marie Kondo geht davon aus, dass die Ursache von Unordnung hauptsächlich in der Menge des Besitzes liegt – also dem Zuviel an Besitz – und dass die Unordnung ein für alle Mal – das heißt, dauerhaft – beseitigt ist, sobald man sich von allem Überflüssigen getrennt und alles Übrige neu strukturiert hat. 

In diesen Punkte kann ich ihr nur teilweise zustimmen. Die Ursachen von Unordnung sind doch etwas vielschichtiger. 

Wenn die Menge an Besitztümern nicht dem für deren Unterbringung notwendigen Platz angepasst ist, genauer gesagt, diesen übersteigt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Unordnung entsteht natürlich sehr hoch.

Doch bedeutet dann, eine geringe Menge an Besitz und viel Platz für dessen Unterbringung automatisch, dass es immer ordentlich ist? Ich denke, nicht. Auch wenn man wenig besitzt, kann man unordentlich sein. 

Wenn man in eine Wohnung, ein Haus, ein Büro oder eine Werkstatt kommt und Dinge liegen dort herum, wo sie nach unserem Ermessen nicht hingehören, empfinden wir das als unordentlich. Ebenso ist es, wenn mehrere nicht zusammengehörenden Dinge sich an einem oder mehreren Orten häufen oder stapeln. Auch die Art und Weise, wie Dinge herumliegen oder stehen, kann für einen unordentlichen Eindruck sorgen, z.B. wenn das Besteck kreuz und quer in der Schublade liegt. 

Der Punkt ab dem man einen Zustand als unordentlich empfindet, ist sehr individuell und hat mit Erziehung, Erfahrungen und persönlichen Vorlieben zu tun. 

Insofern ist es also durchaus möglich, dass man zum Beispiel eine minimalistisch ausgestattete Wohnung als unordentlich empfindet, sobald ein paar der wenigen Besitztümer am falschen Platz liege, zu viele verschiedene davon an einem Ort oder wenn sie einfach schief hängen oder liegen. 

Die Ursachen für Unordnung liegen aus meiner Sicht in den folgenden Punkten:

  1. Fehlendes oder schlechtes Zeitmanagement (keine Zeit fürs Aufräumen)
  2. Fehlende Disziplin (keine Lust aufs Aufräumen)
  3. Fehlende Struktur (keinen Plan, wie es geht)
  4. Zuviel Besitz für zu wenig Platz

Das Buch von Marie Kondo bietet Lösungen für die Punkte 3 und 4. Die Auswirkungen der ersten beiden Punkte können durchaus verringert werden, wenn man ihr System umgesetzt hat. Doch ich sehe in den ersten beiden Punkten eher ein Problem, welches die Persönlichkeit eines Menschen betrifft und die kann durch die Anpassung der äußeren Umstände nicht gänzlich und vor allem nicht schlagartig verändert werden.

Die Autorin beschreibt es als heilsamen Schock, wenn man nach erfolgreicher Anwendung ihrer Methode zum ersten Mal sein perfekt aufgeräumtes zu Hause sieht. Danach würde man nie wieder in seine alten Muster verfallen. 

Dieses Versprechen finde ich etwas zu hoch gegriffen.

Die „KonMari“-Methode

KonMari bedeutet, dass man seinen Besitz „in einem Rutsch“ radikal aussortiert, neu sortiert und an festgelegte Plätze räumt. 

Das Hauptkriterium für das Aussortieren von Dingen, ist das Gefühl, dass sie in einem auslösen. Deswegen muss man wirklich alles, was man besitzt ausräumen, in die Hände nehmen, auf das Gefühl prüfen und dann entscheiden, ob man es behalten oder entsorgen will.

Diese Vorgehensweise bedeutet, dass man z.B. seine gesamte Kleidung (aus der ganzen Wohnung, nicht nur aus einem Zimmer oder Schrank) zu einem oder mehreren Haufen auftürmt, sich dann davor setzt und jedes einzelne Stück prüft. Genauso muss man auch mit solchen Dingen wie Büchern, Schriftstücken und Küchenutensilien verfahren. 

Das war einer der Punkte, den ich bei meinem KonMari-Versuch nicht zu einhundert Prozent beherzigt habe. Ich habe eingesehen, dass ich meinen Kleiderschrank komplett ausräumen sollte und nach dem Aussortieren wieder ordentlich einräumen. Aber ich haben nicht gleichzeitig auch noch meine Sockenschublade, die Unterwäscheschublade, die Nachtwäsche und Sportkleidung ausgeleert. Nein, ich war trotzig und habe mir jeden Aufbewahrungsort einzeln vorgenommen.

Was ich tatsächlich gemacht habe, war mir jedes Stück genau anzuschauen. Nun ja, mir haben sie nichts gesagt – also gefühlsmäßig. Mein Gehirn hat die Sachen nach anderen Kriterien beurteilt.

  • Trage ich es gerne?
  • Passt es gut?
  • Ist es noch ansehnlich?
  • Ist es noch unversehrt?

Konnte ich alles mit „Ja“ beantworten, habe ich es behalten. 

Die Frage „Macht es mich glücklich?“ hat mir dabei jedoch rein gar nichts gebracht. Ich empfinde einfach kein Glücksgefühl, wenn ich meine Strumpfhosen oder Jeans in Händen halte. So etwas passiert mir vielleicht bei Erinnerungsstücken, Dingen, auf die ich besonders lange gespart habe, die mich auf Grund ihrer außergewöhnlichen Ästhetik erfreuen oder tatsächlich bei manchen Büchern. 

Bei Alltagsgegenständen, auch wenn sie praktisch sind, mir gefallen, gut stehen oder sich gut anfühlen, kann ich so etwas einfach nicht feststellen. 

Auch das Aussortieren nach Aufbewahrungsorten, was Marie Kondo strikt ablehnt, hat bei mir bestens funktioniert. Ich habe auch nichts vergessen – was sie unter anderem als Begründung für das von ihr bevorzugte Haufenprinzip anbringt. Ich weiß sehr gut, wo im Haus sich überall Kleidung, Schuhe, Taschen usw. befinden. 

Die Autorin ist der Ansicht, dass wir Dinge aus einer Kategorie – z.B. Kleidung oder Schriftstücke ja an mehreren Orten aufbewahren können und sie nur dann sinnvoll sortieren können, wenn man sie erst einmal alle hervorholt. Zum Teil stimme ich zu. Es ist absolut sinnvoll Dinge bestimmter Kategorien, an einem Platz zu versammeln und nicht auf mehrere zu verteilen. Mir fällt dabei als erstes der komplette Papierkram eines Haushaltes ein. Wenn der auf mehrere Aufbewahrungsorte verteilt ist, sollte er unbedingt zusammengetragen, aussortiert und an einem einzigen festgelegten Platz, wieder einsortiert werden. 

Bei Kleidung, Schuhen, Taschen und Büchern sehe ich das komplett anders. Bei uns stehen zum Beispiel in allen Räumen das Hauses, außer in den Bädern, Bücherregale –  ja sogar im Flur und im Keller. Wir sortieren auch ab und zu welche davon aus aber trotzdem haben wir nicht die Absicht, unseren Bestand so zu reduzieren, dass alles an einem Ort versammelt werden kann. 

Das Aussortieren soll laut Marie Kondo am besten nach Kategorien erfolgen, nicht nach Räumen oder Orten. Sie gibt dafür folgende Kategorien und auch die Reihenfolge in der diese bearbeiten werden sollen vor:

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Schriftstücke
  4. Kleinkram
  5. Erinnerungsstücke

Die Reihenfolge kann ich durchaus nachvollziehen. Es geht dabei darum, mit dem Einfachsten zu beginnen. Den meisten fällt es nicht so schwer, ein paar Kleidungsstücke und Bücher auszusortieren, wie z.B. Fotos oder Briefe. Man trainiert mit den ersten Kategorien das Treffen von Entscheidungen und weiß bereits, wie es sich anfühlt, Dinge loszulassen. Das ist auch wirklich nötig, wenn man sich die letzte Kategorie anschaut. 

Ich hatte jedoch ein Problem mit der Kategorie „Kleinkram“. Das ist mir viel zu weit gefasst. Darunter fällt nämlich fast alles, was man so im Haushalt hat: CDs und DVDs, Kosmetik und Körperpflege, Accessoires., Elektro-Geräte und Kabel, Küchenutensilien, Haushaltsartikel, Reinigungsmittel, Medikamente, Nahrungsmittel usw. Wie soll das sinnvoll funktionieren?

Hier habe ich für mich die pragmatischste Lösung gewählt, auch wenn Frau Kondo sie verteufelt. Ich habe mir immer einen Raum vorgenommen, die Küche, den Hauswirtschaftsraum, den Keller, das Bad usw. Ganz traditionell habe ich dabei zuerst die Schränke und Regale geleert und sämtliche Artikel auf dem Boden direkt in Kategorien sortiert und aussortiert, was ich entsorgen konnte. 

Dann habe ich mir überlegt, wie ich die Schränke gemäß der Kategorien am besten aufteile und danach wieder alles eingeräumt, was ich behalten wollte. 

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was es für einen Unterschied gemacht hätte, wenn ich nach der KonMari-Methode vorgegangen wäre. 

Die Methode, streng nach Kategorien vorzugehen und nicht nach Orten, könnte aus meiner Sicht dort sinnvoll sein, wo bisher wirklich das absolute Chaos herrschte und Dinge einfach irgendwo abgestellt wurden, wo man sie dann vergessen hat. In diesem Fall wäre es vielleicht tatsächlich heilsam, wenn man sich durch das Zusammensuchen der Dinge, die zu einer Kategorie gehören darüber bewusst, was man da eigentlich bisher für einen Blödsinn gemacht hat. 

Alles an seinen Platz

In einem Punkt stimme ich mit der Autorin voll und ganz überein. Alles braucht seinen Platz und alles muss nach Benutzung wieder an diesen Platz zurückgeräumt werden. 

Das rigorose Aussortieren im ersten Schritt schafft die Basis für Schritt zwei und der ist: Für alles was man besitzt, einen festen Platz definieren. 

Ich denke, dass es in jedem gut organisierten Haushalt auch genauso ist. Man tut das einfach schon unbewusst, wenn man ein organisierter Mensch ist. Man legt die Fernbedienung immer zurück in die vorgesehene Schale, räumt das Bügeleisen nach dem Abkühlen in den Schrank und hängt seine Schlüssel ans Schlüsselbrett, statt sie irgendwo im Haus fallen zu lassen. 
Somit dürfte es diesen Menschen auch nicht schwerfallen, diesen Teil der KonMari-Methoden umzusetzen oder zu verfeinern. Optimierungsbedarf gibt es in fast jedem Haushalt und auch ich finde immer wieder Möglichkeiten, Dinge sinnvoller zu platzieren. 

Für Menschen, die bisher große Schwierigkeiten hatten, ihren Haushalt ordentlich zu halten, ist das durchaus eine Herausforderung. Man muss dafür ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen haben (was passt wo hinein, wieviel passt in diese Schublade usw.) und man muss ein paar Tricks der richtigen bzw. platzsparenden Lagerung kennen.  

Auch hierfür hat die Autorin ein paar Ratschläge.

Falten und Schuhkartons

Laut der KonMari-Methode ist es platzsparender und für die Kleidung schonender, wenn man sie sehr klein zusammenfaltet. Wer sich für  diese Falttechnik im Detail interessiert, findet auf Youtube Unmengen an Videomaterial und Tutorials. 

Ich habe sie ausprobiert und ganz schnell wieder verworfen. Zum einen habe ich gar nicht genug Kommoden und Schubladen um alle meine Shirts, Blusen, Hosen, Kleider usw. auf diese Weise unterzubringen und auch keine Lust, einen Kleiderschrank mit Boxen vollzustellen, die ich jedes Mal umstapeln muss, wenn ich etwas brauche. Zum anderen bin ich nicht überzeugt davon, dass das Falten schonender für die Kleidung ist. Eine Bluse, die ich zu einem Quadrat falte und dann noch zwei Mal, damit sie hochkant stehen bleibt, muss ich danach bügeln – vorausgesetzt, das Material lässt es überhaupt zu, sie auf diese Weise zu falten.

Es gibt noch ein paar andere Aspekte, die die Technik für mich impraktikabel machten:

  • Spätestens wenn ich zwei der Kleidungstücke aus der Schublade oder Box entnommen habe, fielen die anderen um. 
  • Ich erkenne  das Teil was ich suche wesentlich schneller, wenn ich den Schrank öffne und alles farblich sortiert vor mit hängen sehe. 
  • Ich stülpe meine Socken weiterhin übereinander, weil ich erstens nicht glaube, dass die Socken sich links herum gedreht nicht richtig entspannen können (ja, das sagt Marie Kondo) und ich zweitens noch nie eine Socke wegen eines ausgeleierten Bündchens entsorgen musste. Wenn ich welche aussortiere, dann liegt es an durchgescheuerten Fersen.
  • Ich trage keine Größe XS und meine Kleidungsstücke lassen sich nicht so einfach klein falten, wie die Mini-Shirts oder Jeans mit denen Frau Kondo ihre Vorführungen macht. Ganz ehrlich, wenn ich meine Jeans (Größe L) so winzig zusammenfalten wollte, wie es gezeigt wird, würde am Ende einfach nur ein fetter Klotz herauskommen, der sich sofort wieder auswickelt, wenn man ihn nicht zwischen anderen Jeans-Klötzen feststeckt. Deshalb liegen meine Jeans, einmal gefaltet, ordentlich übereinander gestapelt auf dem unteren Einlegeboden meines Kleiderschrankes. 

Was das Stapeln von Dingen angeht, hat die Autorin auch eine eindeutige Meinung. Auf keinen Fall Stapeln! Hier kann ich ihr nur bedingt zustimmen. 

Wenn man einen Stapel bildet, vergisst man tatsächlich recht schnell, was ganz unten liegt. Zumindest dann, wenn man nicht erkennen kann, worum es sich handelt. Das kennt wohl jeder von Papierstapeln auf dem Schreibtisch.

Sobald man jedoch erkennen kann, was sich ganz unten befindet (z.B. bei Büchern oder Jeanshosen), sehe ich das nicht so kritisch. Ich finde Stapel durchaus nicht so schlimm, es sei denn, man ist ein Mensch, der generell zu bequem ist, etwas von ganz unten zu nehmen. Dann wären Stapel keine geeignete Aufbewahrungsform. 

Für sämtliche Arten von Kleinzeug, seien es Socken, Unterwäsche, Stifte, Kerzen etc. empfiehlt Marie Kondo die Nutzung von Kartons. Sie hält nicht viel von professionellen Aufbewahrungssystemen.

Ich nutzte auch einige Schuhkartons und sonstige, hübsch aussehende Verpackungen für die Aufbewahrung aber als alleiniges Organisationstool würden sie mir nicht ausreichen. Was macht es für einen Sinn, meine Stifte in der Schreibtischschublade in einem Schuhkarton aufzubewahren? Dann könnte ich sie auch gleich so hineinwerfen – ohne Karton. Das Durcheinander wäre das gleiche. Was ich damit sagen will, ich liebe kleine Organisationshelfer wie unterteilte Kästen, spezielle Schubladentrenner und Aufbewahrungsboxen. Sie erleichtern eine strukturierte Aufbewahrung immens und sorgen dafür, dass jedes noch so kleine Teil seinen Platz findet. Die Wiederverwertung von Verpackungen als Aufbewahrungsmaterial ist durchaus sinnvoll aber oft gibt es noch viel praktischere Utensilien, die das Aufräumen auch noch zu einem sinnlichen Erlebnis machen. 

Es ist doch viel schöner, seine Stifte in einem hübschen Holzkästchen aufzubewahren als in einem Karton. Mir geht es jedenfalls so, das ich die Dinge dann viel lieber nutze und sie auch sehr gerne wieder sorgsam hineinräume, wenn ich fertig bin.

Fazit

Ich könnte an dieser Stelle noch einige Dinge anbringen, welche die KonMari-Methode aus meiner Sicht nicht für jeden praktikabel machen aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. 

Zusammenfassend möchte ich aber noch auf ein paar sehr positive Aspekte eingehen, die die Beschäftigung mit dem Buch und der Methode mit sich bringen. 

Das Aufräumen nach Marie Kondo befähigt dazu, zu erkennen und bewusst wahrzunehmen, womit wir uns umgeben. Man erkennt, welche Dinge einem wirklich wichtig sind und welche tatsächlich sinnvoll sind und gebraucht werden. Man lernt, die Entscheidung  darüber zu treffen, wie man zukünftig leben will und womit man sich umgeben möchte. Man beginnt wieder, die Dinge, die man besitzt wertzuschätzen und behandelt sie mit Sorgfalt und Respekt.

Durch das Ausmisten und neu Strukturieren des eigenen Lebensraums, fühlt man sich befreit und motiviert. Ohne den ganzen Ballast und die vorherige Unordnung ist es möglich, sich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren.

Man fühlt sich in seinem Zuhause wohler und entspannter. Das sorgt für ein Glücksgefühl und inneren Frieden. 

Die neue geschaffene Ordnung ist eine gute Basis dafür, neue Gewohnheiten zu etablieren, wie z.B. Dinge nach deren Benutzung wieder an ihren Platz zu räumen und regelmäßig die Wohnung zu reinigen. Wenn man das nutzt und zudem noch sein Zeitmanagement optimiert sowie an seiner Disziplin arbeitet, könnte es durchaus gelingen, den Zustand der dauerhaften Ordnung zu erlangen. 

Für alle, die ein bisschen Inspiration und Motivation für die Neuorganisation des Haushaltes brauchen, ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Es kann passieren, dass Sie schon nach den ersten Kapiteln mit dem Ausmisten anfangen wollen. 
Betrachten Sie das Buch jedoch eher als Impulsgeber und die beschriebene Methode als Anregung. Finden Sie ihren eigenen und für Sie praktikabelsten Weg des Aufräumens. Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Informationen zum Buch:

Titel: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert
Autorin: Marie Kondo
Verlag: Rowohlt
Format und Preis: Taschenbuch, 10,00 €

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.