Weihnachtsplanung 2020

MEIN PLAN FÜR WEIHNACHTEN – Das Update

Seit meiner ersten Planung für die Feiertage sind nun einige Wochen vergangen und es haben sich natürlich Änderungen und Konkretisierungen ergeben. 

Das aktuelle Pandemiegeschehen und der erneute Lockdown haben die ursprünglichen Pläne aber nicht allzu sehr betroffen, da wir sowieso schon eine alternative Version für unsere üblichen Weihnachtsbesuchs- und Familien-Routine entworfen hatten. 

Die Vorfreude auf das Fest ist definitiv da. Das Haus ist geschmückt, der Baum strahlt und wir genießen die ruhigen Adventssonntage. Da wir alle Geschenke bereits frühzeitig besorgt hatten, stresst uns auch Schließung der Geschäfte nicht. Trotzdem werden Einkäufe ab jetzt schwieriger, wegen der weiteren Einschränkungen der erlaubten Kundenzahl in Supermärkten. 

Einkäufe

Deshalb haben wir bereits jetzt damit begonnen, die Lebensmittel für die Feiertage zu besorgen bzw. einen ziemlich konkreten Plan dafür erstellt. Mein letzter Einkaufstag soll der 22.12. sein. Ich finde, die letzten zwei Tage vor Weihnachten sollten denjenigen vorbehalten sein, die nicht das Privileg haben, Urlaub machen zu können. 

Um euch zu veranschaulichen, dass man mit einer guten Planung durchaus dem Getümmel in den Lebensmittelgeschäften entgehen kann, zeige ich euch jetzt die exklusive CHECK it! Weihnachtsplanung im Detail.

01.12. bis 13.12.

Verbrauchen sämtlicher tiefgefrorener Lebensmittel aus dem Gefrierschrank

Samstag, 13.12.

Abtauen und Reinigen des Gefrierschrankes

Dienstag 15.12.

Fleisch und Fisch für die Feiertage einkaufen (dafür wurde der Gefrierschrank flott gemacht)
Kosmetik, Hygieneartikel und Putzmittel einkaufen (sodass alles bis Ende des Jahres reicht)

Donnerstag 17.12. 

Das ist der Tag meines üblichen Wocheneinkaufs. Neben den Lebensmitteln für den täglichen Bedarf besorge ich dabei bereits die haltbaren Zutaten für die Feiertage z.B. Kaffee, Getränke, Spekulatius, Stollen, Butter, Glühwein, Brot, Brötchen, Aufschnitt. 

Einfrieren!

Ja, ich kaufe bereits Backwaren und friere diese ein. Die werden dann nach Bedarf aufgetaut oder aufgebacken und schmecken immer noch köstlich. 
Das gleiche mache ich übrigens mit Wurstaufschnitt und Räucherlachs. Das kann man alles wunderbar vorportionieren und einfrieren. Die Scheiben sind innerhalb einer Stunde aufgetaut und schmecken wunderbar frisch. 

Dienstag 22.12.

Mein letzter Einkaufstag: hier besorge ich die frischen Zutaten wie Obst, Gemüse, Kräuter, Milchprodukte und Eier. 

Gemüse- und Obstsorten wie Rotkohl, Kartoffeln, grüne Bohnen, Tomaten, Äpfel, Zitronen und Mandarinen sind bei guter Lagerung ausreichend lange haltbar. 

Schwieriger ist es mit Salat. Kopfsalat ist im Gemüsefach des Kühlschrankes durchaus zwei bis drei Tage haltbar aber wenn man nun gerne am 26. Oder 27. Dezember (dieses Jahr folgt auf die Feiertage direkt ein Sonntag) einen solchen zubereiten möchte, sollte man diesen doch lieber erst am 24.12. kaufen.
Bei uns gibt es aus diesem Grund keinen Kopfsalat sondern Bohnen- und Tomatensalat. 

Bei Milchprodukten muss man eigentlich nur darauf achten, dass sie nicht unbedingt kurz vor dem Verfallsdatum stehen, wenn man diese kauft. Im Normalfall sind Quark, Joghurt und Co. auch nach dem Verfallsdatum noch genießbar aber nachdem ich bei Creme fraiche schon mehrmals eine gegenteilige Erfahrung gemacht habe, bin ich vorsichtiger geworden. 

Am Dienstag steht auch schon die erste koch-relevante Tätigkeit an. Ich verarbeite den Rotkohl. Er wird am Dienstagabend fein geschnitten und mit Zitronensaft, Salz, Zucker und Pfeffer gewürzt. Dann darf er 24 Stunden marinieren. 

Vorbereitungen

Mittwoch, 23.12. 

Ich versuche immer, möglichst viel an Speisen vorzubereiten, um am 24.12. (bei manchen ist das eher der 25.12).) nicht so viel in der Küche stehen zu müssen. Also wird am 23. schon Folgendes vorbereitet: 

  • Der marinierte Rotkohl wird gekocht und fertig zubereitet, sodass er am nächsten Tag nur noch aufgewärmt werden muss.
  • Der Teig für die Kartoffelklöße wird fertig gemacht und über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt, sodass die Klöße am 24. nur noch geformt und gegart werden müssen.
  • Außerdem bereite ich bereits das Dessert zu (ein Spekulatius-Tiramisu). Auch dass darf im Kühlschrank übernachten und durchziehen. Dadurch schmeckt es, wie der Rotkohl am nächsten Tag noch besser. 

Als letzte Handlung des Mittwochs wird die tiefgefrorene Ente aus ihrem eisigen Gefängnis befreit und darf im Kühlschrank langsam auftauen.

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, landet ziemlich viel im Kühlschrank. Das ist jedes Jahr eine große Herausforderung. Deshalb achte ich darauf, diesen möglichst platzsparend einzuräumen und hoffe auf kalte Nächte, denn dann kann man Rotkohl und Ente auch problemlos auf dem Balkon übernachten bzw. auftauen lassen. 

Donnerstag 24.12. 

Bei uns gibt es am heilig Abend ein Festessen. In einigen Regionen ist es Tradition an diesem Tag bzw. Abend etwas Einfaches wie Kartoffelsalat und Würstchen zu essen. Doch ein Festmahl gibt es dann spätestens am nächsten Tag. 

So ein besonderes Essen vorzubereiten macht Spaß aber es kann auch ganz schön anstrengend sein und in Stress ausarten, wenn es nicht gut geplant ist. Deshalb habe ich einen Koch-Zeitplan für diesen Tag entworfen, den ich ihnen hier gerne zeigen werde. Zuerst müssen sie aber wissen, wie unser Weihnachtsmenü in diesem Jahr aussehen wird. 

Weihnachtsmenü

Vorspeise: 

Lachsterrine mit hausgemachter Gurkenremoulade

Hauptgang: 

Knoblauch-Ente mit sächsischem Rotkraut, Kartoffelklößen und feiner Soße

Nachspeise: 

Spektakuläres Spekulatius-Tiramisu

Getränke: 

Champagner und Wein

CHECK it! weihnachtsmenü

Der Koch-Zeitplan

11:00 Uhr

Wir lassen es langsam angehen und beginnen den Tag mit einem ausgiebigen Brunch. Das besteht aus Eiern mit Speck, Räucherlachs, frischen Brötchen und allem, was der Kühlschrank sonst so her gibt. 

16:00 Uhr

Dann geht es erst um 16 Uhr weiter. Die Ente wird vorbereitet. Das heißt, gereinigt, gewürzt und gefüllt, sodass sie spätestens um 16:30 im Ofen landet. Dort bleibt sie dann für drei Stunden. 

19:00 Uhr

Gegen 19 Uhr begeben wir uns mit einem Gläschen Champagner in die Küche und kümmern uns um das Kochen der Klöße und das Aufwärmen des Rotkohls, sowie das Zubereiten der Gurkenremoulade. Die Lachsterrine ist bereits fertig. Die haben wir vorab bei einem Gourmet-Versand bestellt. 

Während ich mich anschließend  noch um die Zubereitung der Soße kümmere, wird der Tisch gedeckt. 

20:00 Uhr

Um 20 Uhr sollte alles fertig sein und wir können uns an die reich gedeckte Tafel setzen und unser Festmahl genießen. 

Freitag, 25.12.

Hier steht unser einziger Familienbesuch für diese Weihnachten an. Wir müssen nicht selbst kochen. Somit ist auch keine Planung notwendig. 
Das einzige, was für diesen Tag in meinem Kalender steht ist: Roastbeef auftauen. Ich nehme es also am Abend aus dem Gefrierschrank und lasse es über Nacht im Kühlschrank auftauen.

Samstag, 26.12. 

Am zweiten Feiertag ist Entspannen und lecker Kochen angesagt. Es gibt Roastbeef mit Kartoffelgratin und Tomaten-Bohnen -Salat. 
Da ich das Roastbeef bei Niedrigtemperatur gare, kommt auch dieses bereits am Nachmittag in den Ofen. Das Gratin bereite ich eine Stunde vor dem Gar-Ende des Roastbeefs zu und den Salat irgendwann zwischendurch. Das ist also auch alles geplant. 

Sonntag, 27.12.

Je nach Wetterlage steht hier eine schöne, lange Wanderung an. Nach den Schlemmereinen der letzten Tage, wird uns die Bewegung gut tun. Zu Essen gibt es die Reste der Vortage bzw. das, was eben noch im Kühlschrank zu finden ist. 

Ente gut, alles gut

Am Ende werden wir hoffentlich schöne und entspannte Feiertage hinter uns haben. Ein wichtiger Punkt bei der Planung und Umsetzung derselben ist übrigens die Zusammenarbeit. Für eine Person alleine könnte der oben beschriebene Ablauf durchaus stressig und ziemlich anstrengend werden. Deshalb ist es wichtig, alle Mitglieder des Haushalts einzubeziehen. 

Mag sein, dass der ein oder andere nicht Kochen kann oder es einfach nicht mag aber mit einem feinen Getränk und passender Musik kann man daraus trotzdem ein schönes  gemeinsames Erlebnis machen. 

Schließlich sind die Feiertage doch genau dafür da – für eine schöne Zeit im Kreise seiner Liebsten.

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