Kleine Änderungen, große Wirkung

Ich habe ja an dieser Stelle bereits über Ziele gesprochen und darüber wie wichtig es ist, seine Wünsche zu Zielen zu machen, damit sie zur Realität werden können. 
Sich ein Ziel zu setzen heißt, dass wir uns in einen Zustand der Aktivität begeben, dass wir unser Denken und Handeln auf die Erreichung des Ziels ausrichten und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Ein Ziel zu haben und zu beschließen, dass es nun endlich losgehen soll, ist eine gute Sache. Sie ist aber auch der einfachste Schritt von allen. Denn was als Schritt Nr. 2 folgen muss, ist ein Plan oder auch eine Aufstellung von Handlungen und Maßnahmen, die uns zu dem Ziel führen sollen und anschließend – und das ist der schwierigste Teil – die Umsetzung der Maßnahmen.

Große Ziele, wie ein besserer Job, eine Führungsposition, ein Studienabschluss oder vielleicht einfach „reich werden“, können sich wie eine riesige Mauer oder eine Felswand vor uns aufbauen. Wir schauen sie an und sehen kein Hindurchkommen, wir schauen hinauf und verzweifeln an der schieren Größe.
Das kann uns Angst machen und selbst wenn wir es wagen, die Umsetzung in Angriff zu nehmen, werden wir sehr wahrscheinlich bald scheitern, denn wir sind in den meisten Fällen einfach nicht ausreichend vorbereitet auf die vor uns liegenden Aufgaben.

Ihr steht vor einer steilen Felswand und dahinter wartet euer ersehntes Ziel?
Wenn ihr keine Erfahrung im Bergsteigen und eine entsprechende Ausrüstung habt, werdet ihr es bei der Überwindung derselben nicht weit bringen, sondern recht bald scheitern, euch vielleicht sogar verletzen und schließlich aufgeben.

Um so etwas zu vermeiden, müssen wir uns also entsprechend vorbereiten. Hierfür müssen wir zunächst herausfinden, was überhaupt nötig ist, um unser Ziel zu erreichen. Da gibt es je nach Art der Zielsetzung sehr viele Möglichkeiten: eine höhere berufliche Qualifikation erlangen, eine Weiterbildung machen, regelmäßig Lernen, Trainieren oder Aufräumen, gesund Kochen, Stress reduzieren, weniger Geld ausgeben und und und….

Das alles wissen wir in den meisten Fällen schon. Wir haben also schon einen Plan in unserem Kopf. Doch was hindert uns daran, ihn einfach umzusetzen? Ist es Angst? Sind es Selbstzweifel, äußere oder innere Widerstände? Das alles werden wir nicht von heute auf morgen aus dem Weg räumen können. Aber wir können etwas anderes tun und zwar:

Kleine Änderungen in unser Leben einbauen

… die uns in die gewünschte Richtung führen!

Überlegt euch mal, was genau euch daran hindert einen Plan umzusetzen. Vielleicht möchtet ihr einfach, dass es bei euch daheim ordentlicher aussieht, damit sich die ganze Familie wohler fühlt oder ihr keine Schweißausbrüche mehr bekommt, wenn unangekündigter Besuch vor der Tür steht.
Das Ziel wäre somit: ein sauberes, aufgeräumtes zu Hause
Der Plan: regelmäßig aufräumen und putzen
Das Problem: zu wenig Zeit
Die Lösung: jeden Tag 15 Minuten Aufräumen oder Putzen

Mal ehrlich, 15 Minuten sind nicht viel, sie tun uns nicht weh und fehlen uns nicht wirklich. Wenn ihr mal schaut, womit ihr eure Zeit daheim so alles verbringt (siehe Zeitmanagement-Challenge), wird es euch mit Sicherheit möglich sein, 15 Minuten am Tag der Hausarbeit zu widmen.

Ihr werdet euch wundern, wieviel man in einer Viertelstunde schaffen kann, wenn man sich tatsächlich ausschließlich auf seine Aufgabe konzentriert. Der sofort sichtbare Effekt wird euch überzeugen. Probiert es einfach mal aus.

Nun habt ihr also ein Instrument gefunden, mit dem ihr euer Problem beheben könnt. Ich nenne es absichtlich Instrument, denn das Gleichnis, das sich hieraus ergibt ist beispielhaft.
Damit ihr ein Instrument auch vernünftig beherrscht, muss natürlich regelmäßig geübt werden. Ihr könnt es nicht von Heute auf Morgen perfekt spielen, wenn ihr nicht gerade ein Genie seid.

Das 15-Minuten-Aufräumen wird euch mit jedem Tag leichter fallen. Ihr werdet gezielter vorgehen und effektiver arbeiten mit jedem Tag, den ihr übt. Und noch ein weiterer Effekt wird sich einstellen.
Dieses Verhalten wird zu einer Routine – einer 15-Minuten-Routine.
Ihr werdet nach der Arbeit heimkommen, eure Jacke und Schuhe ausziehen, zum Staubsauger greifen oder eine Runde durch die Wohnung drehen und alles einsammeln, was sich nicht an seinem Platz befindet. Ihr werdet eine Maschine Wäsche ansetzen und den Geschirrspüler ausräumen oder den Müll raus bringen und die Blumen gießen.
Euer Heim wird mit jedem Tag sauberer und ordentlicher und ihr werdet mit jedem Tag entspannter und freut euch über das was ihr geschafft habt.

Es ist nur eine kleine Änderung in eurem Tagesablauf. Durch regelmäßiges praktizieren ist sie zu einer Routine geworden über die man gar nicht mehr groß nachdenkt, sondern sie einfach ausführt, wenn die gewohnte Zeit dafür gekommen ist. Aber der Effekt ist beeindruckend.

Was ich euch mit diesem Artikel sagen will:
Es ist nicht nötig, an großen Zielen zu verzweifeln und sie zu verwerfen oder zu vergessen, nur weil man sich zu klein, zu unfähig oder zu wenig qualifiziert für deren Erreichung fühlt.
Es ist immer möglich, seine Ziele zu erreichen, wenn man kleine Schritte in die richtige Richtung wählt. Die Schritte werden mit der Zeit sicherer und auch größer und sie werden euch leichter fallen – aber nur dann, wenn ihr trainiert, wenn ihrsie in Form von kleinen Änderungen in euren Alltag integriert, sie konsequent übt und in eine Routine verwandelt.
Diese neuen Verhaltensweisen bzw. Routinen werden euch dazu befähigen, die nächsten Schritte zu identifizieren und mit ihnen ebenso zu verfahren wie mit den vorherigen. So begebt ihr euch ganz langsam aber stetig auf den Weg, der euch zum Ziel führt.

Unterschätzt bitte das Prinzip dieser kleinen Schritte nicht. Es ist leicht zu erlernen und umzusetzen, weil es uns keine allzu großen Veränderungen abverlangt. Aber auf lange Sicht hin, ist es extrem effektiv, weil es uns stets auf dem richtigen Weg hält und vor allem stetig nach vorne in Richtung unseres Ziels führt.

Ich möchte euch mit ein paar konkreten Beispielen in der nächsten Zeit zeigen, wie man dieses Prinzip für sich nutzen kann. Dafür werde ich ein paar Selbstexperimente durchführen bzw. euch von denen berichten, die ich bereits erfolgreich durchgeführt habe. Ihr dürft gespannt sein….

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