ENTDECKE DEIN SPARPOTENZIAL mit dem Nichts-Kaufen-Monat

Es ist so einfach Geld auszugeben. Selbst in einer Zeit in der der Großteil des Einzelhandels geschlossen ist, haben wir die Möglichkeit, uns alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Der Online-Handel floriert und die Post transportiert so viele Pakete und Päckchen wie nie zuvor. 

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Schnelles Bezahlen

Das Einkaufen und Bezahlen in Online-Shops ist mittlerweile so einfach, dass es oft nur noch eines einzigen Mausklicks bedarf, um die Bestellung und die Bezahlung auszulösen. Selbst wenn es zwei oder drei Klicks erfordert, bedeutet das Absenden einer Zahlung einen Zeitaufwand von nicht einmal zehn Sekunden.

Es wird uns also sehr leicht gemacht, unser Geld online auszugeben. Doch leider birgt genau das ein hohes finanzielles Risiko. Behält man nicht ständig seinen Kontostand im Auge, so kann selbst das Bestellen günstiger Artikel schnell aus dem Ruder laufen. Am Ende des Monats wundern wir uns dann, warum das Konto komplett leer oder sogar im Minus ist. Dabei haben wir doch gar nichts teures bestellt. 

Kleinigkeiten, die sich summieren

Unsere Großeltern sagten immer so schön „Kleinvieh macht auch Mist“. Das könnte kaum treffender sein für das Thema Finanzen, sowohl in die positive als auch in die negative Richtung. 

Hier ein kleines Beispiel für Kleinigkeiten, die man innerhalb einer Woche online bestellen kann:

Ausgaben Woche

Knapp 47 Euro – das klingt gar nicht mal so viel. Aber was passiert, wenn wir davon ausgehen, dass wir diese kleinen Einkäufe fortwährend tätigen, weil wir der Meinung sind, dass Kleinbeträge ja nicht großartig ins Gewicht fallen?

Hier ein Beispiel

Ausgaben Monat

151 Euro – das ist schon eine Summe, die sich auf dem Konto eines Normalverdieners bemerkbar macht. Am Ende mancher Monate hätte man sie besser für die Reparatur der Spülmaschine oder eine Nebenkostennachzahlung gebrauchen können. In jedem Fall hätte man diese Summe auf ein Sparkonto überweisen oder sinnvoll anlegen können. 

Doch führen wir das Beispiel noch zu Ende – natürlich mit fiktiven Summen.

Ausgaben Jahr

Über 1.200 Euro im Jahr für nicht wirklich notwendige Online-Einkäufe? Können Sie sich das vorstellen? 

Der eigenen Schnitt

Vielleicht rechnen Sie auch mal aus, wieviel Geld Sie in den letzten drei Monaten für Dinge ausgegeben haben, die Sie zwar haben wollten aber die eigentlich, genau betrachtet, nicht notwendig gewesen wären. Nehmen sie dafür am besten Ihre Kontoauszüge zur Hand oder scrollen sich durch die Anzeige Ihrer Banking-App.

Dann rechnen Sie diese Summen zusammen und teilen sie durch die Anzahl der Monate – also drei. 

So bekommen sie eine Durchschnittszahl, die Sie mal zwölf nehmen können. Soviel geben Sie wahrscheinlich im Jahr für solche „Kleinigkeiten“ aus. 

Der Nichts-Kaufen-Monat

Es gibt noch eine gute Möglichkeit um herauszufinden, wieviel man für Online-Bestelllungen und Kleinigkeiten ausgibt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sieht, wieviel Geld man am Ende des Monats plötzlich auf dem Konto hat und außerdem direkt lernt, welche Dinge man sonst eigentlich unnötigerweise gekauft hätte. 

Wie es die Überschrift verrät, ist das der sogenannte „Nichts-Kaufen-Monat“ oder in Englisch der „No spend month“. Das ist jedoch nicht hundertprozentig wörtlich zu verstehen. Natürlich muss man Geld ausgeben aber eben nur für Dinge, die man zu Leben braucht. Alles andere verkneift man sich. 

Regeln aufstellen

Nun sind unsere Leben ja alle ziemlich verschieden und somit muss auch jeder erstmal für sich definieren, was er/sie denn zum leben braucht oder nicht. So habe ich mir für meinen eigenen Nichts-Kaufen-Monat einige wenige aber klare Regeln aufgestellt. 

Nichts-Kaufen-Regeln

Wie Sie sehen können, sind es gar nicht viele Regeln. Damit Sie Ihre eigenen Regeln definieren können, müssen Sie erst einmal wissen, wofür Sie ihr Geld ausgeben. Bei mir sind es tatsächlich häufig Kosmetikartikel (ich probiere gerne Neues aus) und Schreibwaren (eigentlich normal für einen Journaling-Fan). Auch was den spontanen Kauf von Kleidung und Schuhen angeht, bin ich ein Profi. Dabei habe ich wirklich mehr als genug zum Anziehen.

Wie man sieht, habe ich in Sachen Büchern und Zeitschriften eine Ausnahme gemacht. Hierfür habe ich mir ein festes Monatsbudget gesetzt. Da ich auch noch einen Buchblog betreibe (www.buchding.com), ist es notwendig, ab und zu aktuelle Bücher zu kaufen und für mein derzeitiges Journalismus-Studium ist auch der Erwerb von aktuellen Zeitschriften und Zeitungen manchmal nötig. 

Allerdings ist mein Budget für Bücher und Zeitschriften nicht besonders hoch. Für diesen Monat beträgt es nur 30 Euro. Hier muss ich also ganz genau abwägen, was mir wichtig ist. 

Konsequent sein

Einen Monat lang nichts Unnötiges zu kaufen, kann durchaus schwierige werden. Besonders wenn wir es uns zur Gewohnheit gemacht haben, Werbeblättchen und Kataloge anzuschauen oder uns auf bestimmten Shopping-Webseiten „nur mal umzusehen“. Hier heißt es also, konsequent bleiben und alle möglichen Auslösereize tunlichst vermeiden. 

Ich muss zugeben, dass es mich diesen Monat schon ein-zwei Mal fast erwischt hätte. Ich habe irgendwo auf einer Webseite oder in Social Media etwas gesehen, was bei mir den Gedanken ausgelöst hat, dass ich dies oder jenes eigentlich ganz gut brauchen könnte. Ich habe mir sogar etwas herausgesucht und in einen virtuellen Warenkorb gesteckt. 

Doch dann kam ich zur Besinnung und überlegte, ob ich das jetzt unbedingt brauche. Ich habe mir ein paar Fragen gestellt:

  • Was genau würde sich für mich ändern, wenn ich diesen Gegenstand besitze?
  • Welchen konkreten Vorteil bringt mir der Gegenstand?
  • Kann ich stattdessen etwas nutzen, das ich schon besitze?

Es gibt sicher noch viel mehr Fragen, die man sich stellen kann bzw. ist auch die Art der Fragen sehr individuell. Stellen Sie sich am besten Ihren eigenen kleinen Fragenkatalog zusammen, den sie in solchen Fällen nutzen können. 

Das Sparpotenzial

Ich weiß, dass ich zuweilen recht viel Geld für Dinge ausgegeben habe, die mehr oder weniger unnötig waren bzw. jetzt in meinem Zuhause Platz wegnehmen oder nur sehr selten genutzt werden. Deswegen bin ich sehr gespannt, welches Sparpotenzial ich durch meinen Nichts-Kaufen-Monat entdecken werde. 

Da ich mich sehr gut damit fühle, werde ich auch in Zukunft mehr darauf achten, nur wirklich notwendige Dinge zu kaufen. Vielleicht wird ja aus dem einen Monat auch noch ein zweiter und ein dritter. Vielleicht werde ich es mir einfach zu einer generellen Gewohnheit machen, nur wirklich notwendige Dinge zu kaufen. Eigentlich sollte das ja auch der Normalfall sein, wenn man mal genau darüber nachdenkt. 

Auch Sie können Ihr Sparpotenzial durch einen Nichts-Kaufen-Monat entdecken. Wahrscheinlich gibt es viele Menschen, die sich am Ende jedes Monats fragen, wo nur das ganze Geld hin ist? Gehören Sie auch dazu? Dann finden Sie es heraus und machen Sie mit. Erklären Sie einfach den nächsten Monat zu Ihrem Nichts-Kaufen-Monat. 

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