Ein typischer Samstag

Es ist kurz vor drei an einem Samstagnachmittag. Ich sitze in meinem Sessel, den Laptop auf dem Schoß und schreibe. Neben mir steht eine Tasse Kaffee und ein Stück Marmorkuchen. Ich fühle mich gerade richtig gut, denn der Zeitpunkt ist gekommen, an dem ich völlig entspannt bin und einfach nur genießen kann. Wollen Sie wissen, warum das so ist? Nun, ich habe gerade geputzt.

Sie kennen das sicher auch. Immer wenn Sie sich dazu durchringen konnten, eine ungeliebte Aufgabe in Angriff zu nehmen und sie im Schweiße Ihres Angesichts erledigt haben, dann fühlen Sie sich wie ein Heldin, die Bezwingerin Ihres inneren Schweinehundes.
Das betrifft nicht nur das Putzen, sondern auch die Steuererklärung, die Entsorgung von Altglas oder -Papier, den halbjährlichen Reifenwechsel am Auto, das Entrümpeln des Kellers usw.
Der Klassiker – zumindest in meinem Fall – ist jedoch der Hausputz. Ich gehöre zu denjenigen, die Saubermachen einfach nicht mögen und viel lieber andere Dinge tun würden. Und trotzdem mache ich es immer wieder, freiwillig, regelmäßig und sogar relativ gründlich. Wollen Sie wissen, warum? 

Gut organisiert?

In den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und (hoffentlich) Jahren, werde ich Sie in meine kleinen Geheimnisse einweihen. Eines kann ich Ihnen vorab schon verraten. Ich bin gewiss keine Meisterin der Selbstdisziplin, keine Putzteufelin, keine Heilige, keine Perfektionistin. Ich bin eigentlich wie die meisten anderen auch. 

Bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch eine entscheidende Kleinigkeit, die ich besonders gut kann. Es ist das Organisieren Klingt erstmal komisch, oder? Doch mir ist im Laufe meiner bislang mehr als 40 Lebensjahre klar geworden, dass genau dieses Talent für Organisation die perfekte Basis für so gut wie alles im Leben sein kann. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich zu organisieren. Einige davon sind sogar recht bekannt, wie zum Beispiel die Systeme von Marie Kondo oder der Flylady Marla Cilley. Ich habe mich durchaus dafür interessiert und diese, hauptsächlich die Haushaltsorganisation betreffenden, Systeme auch ausprobiert. Letztendlich habe ich mich jedoch für keines wirklich begeistern können. Worin genau die Gründe dafür lagen, werde ich in einem zukünftigen Beitrag erläutern. 

Fakt ist: es hat für mich nicht gepasst, denn mein Umgang mit dem Thema Haushalt, Waschen, Putzen, Kochen, Einkaufen, Ordnung im Kleiderschrank etc. ist ein ganz anderer. Ich bevorzuge die stressfreie Variante und mag es nicht, mich mit allzu starren Plänen und immer währenden ToDo-Listen unter Druck zu setzen. 

Es gibt eine stressfreie Variante?

Ich bin der Meinung, es gibt eine stressfreie Variante von allem. Es ist auch keine große Kunst, diese zu finden oder gar zu entwickeln, denn im Grunde liegt es an uns, ob es was stressig ist oder ganz entspannt. 

Stressfrei leben

… ist definitiv möglich und zwar auch ohne dass Ihre Wohnung zum Saustall mutiert, der Garten verwildert, die Wäsche sich zum Mount-Washmore auftürmt, die Kinder mit Schokoriegel statt Pausenbrot auf den letzten Drücker vor der Schule abgeliefert werden und Sie mit einem Auto voll mit klapperndem Altglas zur Arbeit hetzen, um nach Feierabend noch schnell den Einkaufswagen im Supermarkt mit „Zeug das schnell geht aber drei Mal so teuer ist“ zu füllen und am Ende des Monats mit leerem oder überzogenem Konto dazustehen. 

Das war jetzt ein sehr, sehr langer Satz und er beinhaltet sicher nicht sämtliche Aspekte des Lebens. Aber er ist ein ganz gutes Beispiel dafür, dass zu wenig Organisation der Grund für Stress und Unzufriedenheit sein kann. Die gute Nachricht ist, es lässt sich ganz einfach ändern und jeder kann das!

Zurück zum Samstag

Jetzt habe ich vor lauter Geplapper das eigentliche Thema dieses Beitrages fast aus den Augen verloren. Also den „typischen Samstag“. Überraschung – das war ein Witz, denn einen typischen Samstag gibt es bei mir nicht. Es gibt eigentlich nur eine Sache, die ich fast immer am Samstag erledige (außer wir sind unterwegs oder in Urlaub) und das ist die Wäsche. Samstag ist mein Wäschetag und zwar aus einem einfachen Grund. Ich brauche am Montag meine Kleidung wieder frisch, sauber und trocken, weil ich dann wieder zur Arbeit muss. 
Und weil die Wäsche, die nicht in den Trockner darf bei uns im Waschkeller oft mehr als einen Tag braucht, um zu trocken, wasche ich eben am Samstag. So einfach ist das und das ist auch gleich das erste Beispiel für eine erste simple Organisationsstrategie. 

Problem:
Sie brauchen für die Arbeitswoche/Schul-, Kindergartenwoche saubere Wäsche.

Lösung:
Ein Tag Wäsche waschen plus ein Tag Puffer zum Trocknen und Einräumen einplanen. Das heißt also: zwei Tage bevor die Wäsche gebraucht wird, loslegen

Vielen wird jetzt sofort der Gedanken kommen: „Aber wir sind eine große Familie. Wir müssen täglich waschen, sonst haben wir nichts zum Anziehen“.
Ja genau! Alles richtig gemacht! Auch das ist Organisation. Sie haben den Bedarf festgestellt und handeln danach. Wenn dabei jetzt auch noch Stress aufkommt, dann muss noch weitergehend oder anders organisiert werden. Auch das schaffen wir noch.

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