Dinge, die organisierte Menschen anders machen – Teil 3 – Planen

Die schöne Zeit des Sommerurlaubes ist leider schon eine Weile vorbei aber sie ist jedes Jahr wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, ob etwas stressig oder stressfrei ablaufen kann. Eine Urlaubsreise kann so einige Überraschungen bereithalten und das ist ja zum Teil durchaus gewollt. Aber es gibt auch immer wieder böse Überraschungen wie z.B. ein abgelaufener Reisepass oder Personalausweis, vergessene Utensilien oder Medikamente, verlegte Bahn- oder Flugtickets, ein nicht anspringen wollendes Auto usw.
Wenn so etwas passiert, ist es mit der Urlaubsstimmung ganz schnell vorbei und auch die ersten Urlaubstage sind dann meist alles andere als erholsam. 
Es gibt viele Situationen, in denen etwas geschieht, mit dem wir nicht gerechnet haben und was durch sein plötzliches Auftauchen zu Chaos, Streit und Ärger führt. 
Natürlich passieren auch Dinge, die wir nicht beeinflussen können (Glatteis, Sturm, Stromausfall, Krankheit etc.). Meistens jedoch, handelt es sich um Geschehnisse oder Vorfälle, die man durchaus beeinflussen könnte, an die man nur leider nicht vorher gedacht hat. Das führt uns zu dem nächsten Punkt, den organisierte Menschen anders machen. Sie planen im Voraus!

Planung

Die Definition auf Wikipedia.de trifft es auf den Punkt:
„Die Planung beschreibt die menschliche Fähigkeit oder Tätigkeit zur gedanklichen Vorwegnahme von Handlungsschritten, die zur Erreichung eines Zieles notwendig scheinen. Dabei entsteht ein Plan, gemeinhin als eine zeitlich geordnete Menge von Daten.“

Ganz entscheidend hierbei ist die „gedankliche Vorwegnahme“ – das heißt, das Voraussehen von möglichen Problemen und Vorausplanen entsprechender Handlungen.
Doch Vorsicht – es geht dabei nicht darum, sich jedes nur erdenkliche Ereignis vorzustellen, das eintreten könnte und für jede noch so unwahrscheinliche Katastrophe einen Notfallplan zu entwickeln. 
Die Planung eines organisierten Menschen betrifft die erfahrungsgemäß eintretenden Ereignisse und Situationen. Das heißt man nutzt die Erfahrungen, die man selbst (oder Bekannte, Verwandte, Freunde) mit der Erreichnung eines ähnlichen Ziels bereits in der Vergangenheit gemacht hat, um für die Zukunft vorauszuplanen. 

Wenn wir beim konkreten Beispiel einer Urlaubsreise bleiben, so bedeutet das für einen organisierten Menschen, dass er/sie:

– den genauen Termin im Kopf (oder im Kalender) hat

– zu einer vorab festgelegten Zeit mit den Vorbereitungen beginnt

– die Teilnehmenden einbezieht

– sich die zu erledigenden Dinge notiert und abarbeitet

und entspannt in den Urlaub startet. 

Das ist doch eigentlich ziemlich simpel, oder? Und das beste daran ist, man kann es für alle möglichen Situationen anwenden – nicht nur für den Urlaub. Da wären Ereignisse wie Feiertage, Feste, Jubiläen, Hochzeiten, Umzüge, Schulbeginn, Facharztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Geschäftstermine und sogar die Ankunft eines neuen Erdenbürgers. Natürlich wird nicht immer alles genau so ablaufen, wie wir es uns vorgestellt und geplant haben. Aus diesem Grund ist eine gewisse Flexibilität nötig. Wer Probleme hat, spontan und flexibel auf Planänderungen zu reagieren, kannn sich durchaus mehrere Pläne zurechtlegen. 
Wie genau man das macht und welche Mittel dafür zur Verfügung stehen, wird auf dieser Webseite demnächst ein eigenes Thema sein.

Und jetzt ist es an der Zeit, ein wenig zu reflektieren. 
Gibt es Dinge, die bei euch immer wieder schief laufen? Kommt ihr ständig zu spät oder vergesst sogar wichtige Dinge? Stürzt ihr immer wieder von einer in die nächste Überraschung oder sogar ins Chaos? Fühlt ihr euch gehetzt und überfordert vom Alltag? 

Dann sieht es ganz so aus, als hättet ihr keinen oder nicht den richtigen Plan. Das lässt sich jedoch ändern! Überlegt, wie auch schon bei den vorangegangenen Teilen dieser Serie, in welchen Lebensbereichen oder Situationen ihr bereits ganz automatisch plant. Ist es vielleicht das Essen fürs Wochenende? Oder der nächste Einkauf? Die Weihnachtsfeier bei der Arbeit? Ganz sicher, werdet ihr einen Bereich finden, in welchem euch die Planung schon gut gelingt.
Nun heißt es, die Bereiche zu identifizieren, die nicht so gut laufen und bei denen ihr gerne durch eine einfache Planung Ordnung ins Chaos bringen möchtet. Das kann zum Beispiel der Haushalt sein. Hier kann es schnell chaotisch zugehen, wenn man immer planlos drauflos putzt. Dann sieht man oftmals weder eine Besserung noch ein Ende des Ganzen.
Dann fangt ganz einfach an, euch Termine für die Erledigung von Aufgaben zu setzen, vergesst nicht, auch andere mit einzubeziehen, die euch helfen könnten und beginnt dann mit dem Abarbeiten der Aufgaben.
Sucht euch einen Bereich aus, in dem es euch nicht so schwer fällt und fangt klein an. Setzt euch nicht zuviele Termine, sonst verliert ihr schnell die Motivation.
Zieht euren Plan einen Monat lang durch und dann seid stolz auf euch und macht euch an den nächsten Plan.

Zukünftig werde ich noch auf bestimmte Themen, bei denen Planung sinnvoll ist, genauer und im Einzelnen eingehen. Wenn Ihr Fragen habt oder euch Themen wünscht, die ich hier aufgreifen soll, dann schreibt mir einfach einen Kommentar.

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