Dinge, die organisierte Menschen anders machen – Teil 1 – Routinen

Es gibt Menschen, die das Gefühl haben, immer allem hinterher zu rennen, die es nicht schaffen, Termine einzuhalten oder sich zu merken, denen der Alltag über den Kopf wächst und die ständig müde und ausgelaugt sind.

Und es gibt Menschen, die das genaue Gegenteil sind. Man erkennt sie daran, dass sie eigentlich immer entspannt und gut gelaunt wirken und sich nie über zuviel Stress oder zu wenig Zeit beklagen.

Die meisten uns uns befinden sich wohl irgendwo zwischen den beiden oben genannten Typen und schwanken immer mal mehr in die eine und dann wieder in die andere Richtung – abhängig von äußeren Gegebenheiten, Tagesform, Arbeitsaufkommen usw.

Tendenziell wäre es jedoch erstrebenswert, sich eher dem zweiten Typ anzunähern bzw. dauerhaft zu diesem zu werden. Denn Stress und das Gefühl dauerhafter Überforderung sind schlecht für unsere Gesundheit und unseren Seelenfrieden.

Wie ihr es vielleicht schon erahnen könnt, ist der zweite Typ der /die „Organisierte“. Das ist jemand, der sich darauf verlassen kann, dass alles in seinem Sinne läuft – weil er/sie es eben so organisiert hat. Das bedeutet nicht, dass das gesamte Leben auf die Minute genau durchgetaktet ist. Im Gegenteil – es bedeutet, dass es einen Rahmen gibt, der Sicherheit schafft und gleichzeitig für Freiräume und Flexibilität sorgt. Klingt verwirrend? Keine Sorge, hier kommen Beispiele die zeigen, welche Dinge organisierte Menschen anders machen und was sie für Auswirkungen haben

Teil 1 – Routinen

Routinen sind Tätigkeiten, die durch wiederholte Ausführung zur Gewohnheit geworden sind. Das klingt im ersten Moment langweilig aber es gibt viele Gewohnheiten, die uns das Leben enorm erleichtern können.
Über eine Gewohnheit bzw. eine routinierte Handlung denkt man nicht mehr nach, sondern führt sie einfach aus. Und das spart schon mal das lästige Abwägen – mache ich jetzt das Bett oder nicht? Habe ich noch Zeit dafür? Was würde das überhaupt bringen?

Organisierte Menschen haben sich kleine Dinge zur Gewohnheit gemacht, die ihren Alltag sinnvoll unterstützen und die Sicherheit geben, dass wichtige Dinge immer erledigt werden.

Für alle von uns sollte es zum Beispiel Routine sein, Abends vor dem Schlafengehen die Zähne zu putzen. Für viele ist es eine Routine auf der Arbeit zu einer bestimmten Zeit einen Kaffee zu trinken. Jeder hat schon irgendwelche Routinen. Organisierte Menschen verknüpfen diese Gewohnheiten ganz schlau mit anderen Dingen, sodass auch diese irgendwann zur Routine werden.

So kann man zum Beispiel, immer wenn der Kaffee durchläuft die Post holen gehen, direkt öffnen und sortieren.
Vorteil – Das Kaffeemachen dient irgendwann als Trigger für das Leeren des Postkastens – man vergisst es nicht mehr. Außerdem wird durch das Verketten mehrer Tätigkeiten (Öffnen und Sortieren) dafür gesorgt, dass der Vorgang direkt weitergeführt und zügiger abgeschlossen wird.

Ein weiteres Beispiel für eine sinnvolle Routine ist das morgendliche Aufsteh-Ritual. Gerade wenn man noch verschlafen ist und der Verstand ebenso träge wie der Körper, ist eine gut trainierte Routine Gold wert.
Überlege mal, was du bisher so machst, direkt nach dem Aufwachen.
Wecker ausmachen – in den Morgenmantel schlüpfen – ins Bad schlurfen – unter die Dusche stellen….
Als nächstes überlege Dir, was Du eigentlich gerne in Deinem Tagesablauf unterbringen würdest, wofür Du aber bisher keine Zeit gefunden hast.
Etwas Morgengymnastik gefällig?
Ein paar Minuten Meditieren?
An die frische Luft gehen?
Alle Fenster aufmachen und Durchlüften?
Blumen gießen?
Tagebuch schreiben?
Es gibt so viele Dinge, die man innerhalb von wenigen Minuten erledigen kann. Das gilt natürlich nicht nur für den Morgen. Du musst nur ein bisschen kreativ sein und die Dinge, die du erledigen willst in einer sinnvollen Reihenfolge zu einer Routine zusammenstellen. Probiere ein bisschen herum, schreib dir deine gewählte Reihenfolge auf und „trainiere“ damit. Wenn du merkst, dass etwas an der falschen Stelle steht oder du lieber etwas ganz anderes machen würdest, dann ändere es ab und trainiere erneut.

Wichtig ist, wenn du deine ideale Routine gefunden hast, dann musst du dranbleiben. Nimm dir vor, es einen ganzen Monat ohne Ausnahme durchzuziehen. Wenn du es einen Tag nicht schaffst, fang wieder von vorne an. Es ist ja nichts, was dir weh tut und du musst dich für Fehlschläge auch nicht tadeln oder bestrafen. Es geht um gute Angewohnheiten, die dir nützen sollen. Sie müssen dir leicht von der Hand gehen und das Erledigen einer Routine sollte ein befriedigendes Gefühl mit sich bringen – das Gefühl, etwas geschafft zu haben und zwar ganz ohne großartige Anstrengung.

Natürlich funktioniert das sowohl im privaten wie auch im beruflichen Bereich. Es gibt überall Aufgaben, die man zu einer Routine zusammenfassen kann. Halte einfach mal deine Augen offen, wo du das Prinzip evt. schon unbewusst anwendest und nutze dann die Chance, eine bestehende Routine noch ein bisschen zu erweitern.

Wenn du dann zwei, drei oder mehr Routinen erfolgreich in deinen Tagesablauf integrieren konntest, wirst du die Auswirkungen spüren. Du fühlst dich sicherer und zufriedener. Probier es doch gleich mal aus.

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