Alles beginnt mit dem Budget – die monatliche Finanzroutine

Lohn und Gehalt werden im Normalfall einmal im Monat auf unser Konto überwiesen und die meisten laufenden Zahlungen sind ebenfalls monatlich fällig. Somit ergibt es Sinn, sich im Zusammenhang mit diesen Ereignissen eine monatliche Finanzroutine zuzulegen.

Der monatliche Geldeingang ist der perfekte Zeitpunkt, sich um die Finanzplanung für den ganzen Monat zu kümmern. 

Sie sind nun bereits mit täglichen und wöchentlichen Finanzroutinen gewappnet. Deshalb kennen Sie die Geldbeträge, die Ihnen zur Verfügung stehen bzw., die Sie durchschnittlich jede Woche benötigen. 
Sie wissen sowohl über Ihren aktuellen Kontostand Bescheid als auch darüber, wieviel Geld Ihnen für den Rest des Monats zur Verfügung steht. Außerdem bearbeiten Sie regelmäßig Ihre Rechnungseingänge. Das ist großartig, ein unglaublicher Erfolg!

Falls nicht, lesen Sie bitte zuerst diese Artikel:

Ein Monatsbudget erstellen

Es ist an der Zeit, die Finanzen noch genauer unter die Lupe zu nehmen und ein Monatsbudget aufzustellen. Auf Grund Ihrer bereits erworbenen Fähigkeiten, wird Ihnen das nun ziemlich leicht fallen. Hier gibt es eine vereinfachte Anleitung dazu:

  1. alle zu erwartenden Geldeingänge für den Monat auflisten
  2. alle festen (monatlich wiederkehrenden) Ausgaben auflisten und addieren
  3. alle variablen Ausgaben schätzen, auflisten und addieren  (Lebensmittel, Unterhaltung, Transport etc.)
  4. die Summe aller Ausgaben von der Summe der Einnahmen abziehen und den 
  5. Saldo ermitteln

Der Saldo sollte positiv sein, denn das bedeutet, dass sie weniger Geld ausgeben als sie einnehmen.

Ist der Saldo nahe Null, dann ist Ihr Budget sehr knapp kalkuliert. Überlegen Sie sich, woran das liegt und ob Sie bei Ihnen Ausgaben vielleicht sparen können.

Ist der Saldo im Minus, müssen Sie dringend aktiv werden und sich überlegen, wo die Ausgaben reduziert werden können.

Einen Sparplan erstellen

Im besten Fall ist der Saldo, der sich aus der Verrechnung von Einnahmen und Ausgaben ergibt, im zwei- oder dreistelligen Bereich. In diesem Fall rate ich Ihnen hier ganz ernsthaft, den Saldo nahe Null zu bringen. Ist das verwirrend? 

Ein Stück weiter oben habe ich noch gesagt, dass man in so einem Fall besser ans Sparen denken sollte. Keine Sorge, genau das ist der Plan! 

Was passiert mit dem Geld, das Sie am Ende des Monats übrig haben? Wahrscheinlich geben Sie es aus, weil es ja übrig ist. Sie gönnen sich und Ihrer Familie vielleicht etwas – ein leckeres Essen beim Italiener, einen Einkaufsbummel, einen Besuch im Freizeitpark. Dagegen ist absolut nichts zu sagen. Trotzdem sollten Sie darüber nachdenken, ob das langfristig gesehen die richtige Entscheidung ist. 

Schöne Dinge die man sich und der Familie gönnen will, sollten nämlich generell einen festen Platz im Monatsbudget haben und auch einen festgelegten Rahmen. Dann können Sie das Geld, was am Monatsende übrig ist, einem anderen sinnvollen Zweck zuführen – Ihrem Notgroschen oder Ihrem Sparkonto.

Passen Sie also Ihr Monatsbudget so an, dass Beträge für Freizeitaktivitäten, Essen außer Haus oder gelegentliche Einkaufsbummel bereits eingeplant sind. Nun schauen Sie nochmals auf den Saldo. Wenn er Ihnen zu niedrig ist, passen Sie die Positionen Ihres Budgets ggf. nochmals an. Das was nun als positiver Saldo übrig bleibt, ist Ihr Sparbetrag. Diesen sollten Sie von nun an als feste monatliche Ausgabe einplanen und direkt zu Monatsbeginn auf ein separates Konto überweisen. 

Auf diese Weise haben Sie einen monatlichen Saldo nahe Null geschaffen von dem Sie langfristig in Form von Ersparnissen profitieren.

Das Budget prüfen und überarbeiten

Das Monatsbudget soll Ihnen einen Rahmen vorgeben, in dem Sie sich mit Ihren Ausgaben bewegen können. Doch er sollte auf keinen Fall so eng sein, dass Sie sich unwohl fühlen. Beobachten Sie deshalb Ihr Verhalten genau und machen es sich zur monatlichen Routine, Ihr Budget kritisch zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. 

Es wird möglicherweise viele Überarbeitungen geben, bevor Sie mit Ihrem Budget auf ganz entspannte Weise klarkommen. Lasen Sie sich davon auf keinen Fall beirren. Es ist vollkommen normal, dass unser Einkaufsverhalten schwankt und außerdem kann man manche Situationen einfach nicht vorhersehen. 

Die monatliche Prüfung und Überarbeitung hat noch einen anderen Hintergrund. Es gibt zyklisch wiederkehrende Ausgabensteigerungen, die berücksichtig werden sollten. 

So sind die Ausgaben für Lebensmittel um Weihnachten oder andere Feiertage herum meist höher, weil man sich teurere Speisen gönnt oder viele Besucher bewirtet. Gegen Ende der Sommerferien fallen häufig hohe Kosten für Bürobedarf und Schreibwaren an, weil die Kinder für das neue Schuljahr ausgestattet werden. Vielleicht frischen Sie auch einmal im Jahr Ihre Garderobe auf. Beachten Sie solche wiederkehrenden Schwankungen unbedingt bei der Planung Ihres Monatsbudgets. 

Eine andere Variante wäre, diese gleich bei der Erstellung des jährlichen Budgets zu berücksichtigen aber soweit sind wir noch nicht. Probieren Sie zunächst ein paar Monate aus, wie Sie mit der monatlichen Planung zurechtkommen. 

Die Vorlagen

Um Ihnen das Budgetieren zu erleichtern, habe ich ein paar Vorlagen entworfen, die Sie sich gerne kostenlos downloaden und für Ihre Planung nutzen können. Jetzt gibt es aber wirklich keinen Grund mehr, mit der Erstellung Ihres Monatsbudgets loszulegen.

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